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Zahnarztpraxis Dres. Dippel
Dr. Klaus und Dr. Monika Dippel

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Schnarchen und Schlafapnoe

„Schon wieder hast Du heute geschnarcht!“ Ein häufiger Vorwurf am Frühstückstisch.Viel zu selten suchen sich Schnarcher professionellen Rat und Unterstützung.

Mit 30 Jahren schnarchen etwa 30% der Männer und 10% der Frauen, mit 60 Jahren etwa 60% aller Männer und 40% aller Frauen – von den Betroffenen selbst meist nicht wahrgenommen. Die noch eher harmlosen Folgen sind Heiserkeit, Halsschmerzen oder auch Mundtrockenheit. Ganz abgesehen von einem unausgeschlafenen Partner. Nicht wenige Schnarcher leiden jedoch oft unbemerkt an Atemaussetzern (Schlafapnoe). Im Alter von 30 – 60 Jahren sind davon etwa 15% aller Männer und ca. 5% aller Frauen betroffen.

Symptome bei nächtlichen Atemaussetzern können Tagesmüdigkeit, mehrfaches Erwachen, nächtliches Schwitzen, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Libidoverlust, Reizbarkeit und Depressionen sein. Zudem steigt das Risiko an Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkranken. Die Lebenserwartung ist verringert. Patienten mit nächtlichen Atemaussetzern sind 4 -7 mal häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt.

Warum schnarchen Menschen überhaupt?

Schnarchen entsteht durch Schwingen und Flattern von Muskulatur und Weichteilen im verengten Rachen. Weil sich die Muskeln im Rachenraum während des Schlafes entspannen, kann der Unterkiefer mit der Zunge nach hinten fallen. Dabei werden die Atemwege eingeengt. Geringe Gewebespannung und Übergewicht können sich zudem verstärkend auswirken.

Hilfe für Schnarcher durch den Zahnarzt

Zahnärzte können Schnarchern helfen, indem sie dem Patienten individuell eine zweigeteilte Zahnschiene (Unterkieferprotrusionsschiene) anpassen, die den Unterkiefer während des Schlafs etwas nach vorn schiebt. So wird der Rachenraum über Nacht offengehalten und die Muskulatur besser gespannt. Die oberen Atemwege bleiben frei, Atemaussetzer vermindern sich, der Schlaf wird wieder erholsam. Moderne Schienensysteme ermöglichen durch stufenlose Einstellung dabei einen perfekt abstimmbaren Tragekomfort. Die Unterkieferprotrusionsschiene gilt inzwischen bei leichten und mittelschweren Schlafapnoen entsprechend den wissenschaftlichen Leitlinien als die Therapie der Wahl und sollte gegenüber einer alternativen Überdruck-Atemmaske bevorzugt werden.

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